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Es
geht zunächst
darum, den Auslöser der Erkrankung in der Lebensgeschichte und
der Lebenssituation des Patienten zu finden.
Wenn wir uns dann die Lebenssituation seiner Eltern (besonders während
seiner Zeugungsphase, Schwangerschaft und Geburt) näher ansehen,
verstehen wir, weshalb der Patient in dieser seiner auslösenden
Stresssituation genau auf die ihm eigene Art und Weise reagiert, denn
während der Schwangerschaft wird das Kind konditioniert. Es erlebt
die Welt mit all ihren Gefahren und Stresssituationen durch die Mutter.
(Bruce Lipton)
Stellen wir uns ein Kind vor, dessen Mutter vor, während und nach
der Schwangerschaft Alkohol zu sich nimmt. Das Kind stellt sich darauf
ein, es muss eine Lösung, ein System, finden, das es ihm erlaubt,
diesen Alkohol zu verarbeiten. Es wird dieses Phänomen als einen
Begleitumstand seiner Existenz betrachten. Später wird es also
Tendenz haben, den Alkohol zu suchen, um z.B. ein gewisses Gefühl
von Sicherheit und Wärme (siehe Schwangerschaft) wieder zu finden.
Wenn die Mutter während der Schwangerschaft eher depressiv war,
so wird das Baby es in seiner „Zellerinnerung“ gespeichert
haben und eine Depression ist vorprogrammiert, es braucht sich nur
noch die auslösende Situation in seinem Leben zu ergeben.
Es registriert die Reaktionen der Mutter auf verschiedene Stressfaktoren
(auf hormonalem Wege) und wird später - zum gegebenen Zeitpunkt
- nach genau diesem Schema (über)reagieren. (Siehe auch unter
Publikationen: Artikel über Hyperaktivität und Schulschwierigkeiten.)
Bei genauerem Hinsehen wird aber dann klar, dass bereits die Erlebnisse
der Vorfahren dem Reaktionsmodus (im Stressfall) zu Grunde liegen.
(A. Ancelin-Schützenberger)
Der Verhaltenskode des Patienten wird auf allen Ebenen ersichtlich
und verständlich. Es wird auch ihm bewusst, welche tiefen Ursachen
seine Krankheit hat, und dass er im Grunde von allen möglichen
Krankheiten nur diese eine bekommen konnte.
Die therapeutische Arbeit liegt nun darin, ihm aus dem vorprogrammierten
Verhaltensmuster heraus zu helfen und ihm andere Reaktionsmöglichkeiten
zu erschließen.
Bei Kindern erweist sich die Sache als viel einfacher als bei Erwachsenen. |
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